Sonntag, 10. Juli 2016

KZ, Almaty - Grenze

Ein Gebirgszug versperrt uns den Weg nach Süden, die Route geht zu einem verkehrsarmen Grenzübergang  im Osten.
 Der erste Tag verlief angenehm, im Konvoi raus aus Almaty und dann auf guter Strasse ohne Verkehr entlang eines Kanals. Am nächsten Tag sind 1700 hm zu bewältigen, aber im Gegensatz zu Gegenwind hat jede Steigung ein Ende und die Strasse ist in gutem Zustand. Beim Zeltaufbau ein Schreckensschrei von Jacqueline, eine kleine Schlange hatte sich wohl letzte Nacht zwischen Innenzelt und Boden verkrochen und fällt jetzt tot heraus. Aufpassen auf Schlangen!
Wir sind jetzt auf über 1700 m Höhe und bei der Anfahrt zur Grenzstation leuchten blühende Bergwiesen. Zuerst entdecke ich Glockenblumen und dann als Abschiedsgeschenk noch ein einsames Edelweiss.







Tienschan-Gebirge

nett gestaltete Haltestellen 








Selbsthilfestellen statt ADAC


ein vorletztes ksachisches Bierchen

und ein Letztes 

Frühstück 

ehemalige Kapelle, jetzt Moschee










Natternkopf, sehr verbreitet 

Knäuelige Glockenblume



Dienstag, 5. Juli 2016

KZ, Almaty

Almaty liegt am Fuss der Tianshan-Gebirgskette und war bis 1997 die Hauptstadt Kasachstans, welche dann nach Astana verlegt wurde.



2 Ruhetage hier in Almaty in einem guten Hotel. Was ist das Angenehmste dabei?
Nein, nicht das Frühstücksbuffet, auch nicht die warme Dusche oder das weiche Bett oder sonstiger Komfort. Nein, das Beste dabei ist, es gibt keine Moskitos,  die einen ansonsten vom Ankommen im Camp, beim Zeltaufbau, beim Abendessen, beim Toilettengang und dann auch schon wieder beim Frühstück drangsalieren und wo man trotz Einsprühen jeden Tag einige Stiche abkriegt!

Alma-Ata-Hotel mit Links oben der von mir aufgehängten Waesche

Christi-Himmelfahrt-Kathedrale,
weltweit zweitgrößtes Bauwerk aus Holz




 Große Moschee

einer von 150 Springbrunnen 





mit 370 m eines der weltweit höchsten Gebäude 

Almaty ist modern, sauber, großzügig angelegt mit vielen Parks und hat nicht nur einen sehr guten Italiener, sondern soeben entdeckt, auch eine französische Bäckerei.



Jacqueline ist heute per Taxi unterwegs zur Grenze nach Kirgistan. 15 Tage Aufenthalt sind in Kasachstan visumfrei, wir sind aber 17 Tage im Land. Sie hat bei den Visumbestimmungen für schwedische Staatsbürger gelesen, dass man visumfrei einreisen kann, dabei aber die nächste Spalte übersehen, wo gesagt wird, dass dies nur für 15 Tage gilt. Ein Überziehen der 15 Tage würde 5000 Dollar oder 2 Wochen Gefängnis kosten, da fährt sie lieber zur Grenze und hofft, dass die Wiedereinreise klappt. Dabei hat sie Glück, dass Kirgistan visumfrei ist, ansonsten müsste sie per Flieger in ein visumfries Land ausreisen und wieder zurückfliegen.
Sie schreibt einen sehr lustigen Blog, allerdings auf Englisch:
silk-sand-and-vodka.blogspot.com

2. Ruhetag in Almaty. Nicht viel zu tun. Radpflege, Kette putzen und mit Drylube schmieren, den verloren gegangenen Flaschenhalter ersetzen. Jacqueline ist zurück und wir gehen nach einem Abstecher zum Franzosen schoppen; sie findet als Ersatz für ihren ins Wasser gewehten Radlhelm einen in Form und Farbe zu ihrem Outfit passenden Helm in einer Größe, dass im Iran auch die Burke drunter passt. Noch kann sie darüber lachen.


Zuletzt finden wir die in keinem Stadtplan oder Stadtführer erwähnte Nikolaus-Kathedrale, vermutlich ein Zugeständnis an die überwiegend moslemische Bevölkerung, da es auch in den Supermärkten und Strassenstaenden keinerlei Alkohol zu kaufen gibt.





Hirtenmaina, auch Hirtenstar genannt,
ein unerwünschter invasiver Neubürger



KZ, Usharal - Almaty

Das Hotel war ein Alptraum. Heruntergekommen, Disco bis Mitternacht, danach eine lärmende Maus in der Wandverkleidung, weder AC noch ein Ventilator im Zimmer und die Betten mussten wir selbst beziehen.
Regen! Wer rechnet in Kasachstan schon mit Regen? Regenhose und Regenhandschuhe sind im Permanent-Bag, den wir nur an den Radltagen aushehaendigt kriegen. Am ersten Tag kriege ich von einem bedrohlichen Gewitter nur wenige Tropfen ab, am zweiten Tag erwischt es uns kurz vor dem Camp. Am dritten Tag regnet es erst in der Nacht, aber heute streiften uns einige Schauer und kurz vor Camp werden wir noch ziemlich nass, obwohl heute nur 93 km zu schaffen waren und wir Dank langem Downhill mit seltenem Rueckenwind das Camp am See schon um 9.30 Uhr erreichen. Dazu muss man aber sagen, dass es Frühstück schon um 5 Uhr früh gibt und ich um 5.20 losradle.
Chaos bei der Einfahrt nach Almaty, einer Stadt mit 1,7 Mio. Einwohnern. Mehrere Radler übersehen einen Abzweig und erscheinen nicht beim Lunch, werden gesucht und es stellt sich heraus, dass sie auf eigene Faust zum Hotel gefahren sind, 10 von uns aber fahren nach längerer Wartezeit dann doch im geplanten Konvoi durch die Stadt.








Richard aus Irland, 70


Bierkühlung im Fluss

















im Konvoi