Sonntag, 19. Juni 2016

RUS, Gorno Altaisk

Gorno Altaisk ist das Verwaltungsgemeinschaft der autonomen russischen Region Altai und hat ausser einem Museum nichts Sehenswertes zu bieten. Für uns Radler sind die Restaurants und Shops wichtig.
Jetzt bin ich froh, vor einigen Jahren an der VHS ein Semester russisch gelernt zu haben. Das half mir schon in der Mongolei und wird mir in allen Stan-Staaten zugute kommen.








Lenin thront noch immer


Samstag, 18. Juni 2016

Russland, Grenze - Gorno Altaisk

Erst nach der Grenze wird mir klar, das hier ist nicht einfach Russland. Das ist Sibirien, Novosibirsk nur wenige hundert km entfernt.
Schlagartig ist vieles anders als in der Mongolei. Keine Jurten mehr, dafür Holzhaeuser. Die Landschaft ist grün, der Fluss (Katun, Quellfluss des Ob) führt Hochwasser. Und obwohl wir in der trockensten Region Sibirien sind, müssen wir uns gleich am ersten Radltag durch strömenden Regen kämpfen.
Vor dem Regen aber ein fuerchterlicher Gegenwind und das schon beim Zeltabbau. Als Jackelin die Heringe rauszieht droht eine Boe ihr Zelt in den Fluss zu pusten. Sie kann ihr Zelt retten, aber ihr teurer Helm und die teure Sonnenbrille verschwinden in den reissenden Fluten.
Die Landschaft erinnert stark an die Alpen, es blüht, viele Schmetterlinge, aber auch überall herum kriechende Raupen.
Die 6 Radler, die uns in Gorno verlassen, organisieren am Camp eine Party mit viel Vodka, Musik und Tanz bis in die Nacht (Zwei sind allerdings am nächsten Tag nicht fahrtüchtig und sitzen im Bus). Nett, war bisher auf keiner anderen TDA-Tour der Fall. Könnte bei dieser Tour Standard werden.
Einige genießen an den Campingplätzen die Banja, die russische Sauna, für andere gibt es in Gorno Altaisk im Hotel die erste warme Dusche nach 7 Radltagen.
Das Warenangebot ist erstaunlich gut, Bier gibt es ausser aus Sibirien auch aus Deutschland, Holland, Österreich, Tschechien und der Slowakei. Manche Lebensmittel stammen von Edeka.














alte Seidenstrasse










Richards Füsse nach dem Abendessen
ohne Socken und ohne Moskitospray 








alle Wälder hier sind noch Urwald

Katun


MGL, Ulaangom - Grenze

Auch die letzten zwei Radltage in der Mongolei haben es in sich. Es geht durch das Altai-Gebirge. Viele Höhenmeter, dann Camp an einem Hochgebirgssee. Am Abend die Info, dass ein Weiterfahren auf der vorgesehenen Strecke nicht möglich ist, da ein Fluss zu viel Wasser führt. Die Alternativstrecke zwingt dann selbst die stärksten Fahrer zum Schieben, aber mir macht es nichts aus, mal einenStunde lang zu gehen. Dabei entdecke ich, dass die Wiesen voller Edelweiss sind, man kann kaum gehen, ohne auf welche zu treten.
Das letzte Camp in der Mongolei ist dann zu weit von der Grenze entfernt, außerdem darf in den 20 km Niemandsland nicht  geradelt werden, so werden unsere Räder und die Küche Ausrüstung auf einen LKW und die Personen in 5 Kleinbusse verladen und zur mongolischen Grenzstation gebracht. Dort eine lange Warteschlange und bei Abfertigung von etwa 5 Fahrzeugen pro Stunde dauert es unsägliche 6 Stunden, bis wir endlich durch das Niemandsland zur russischen Grenzstation transportiert und nach einer weiteren Stunde endlich einreisen und in unserem Camp an einem Fluss die Zelte aufbauen können. Dort fressen uns dann die Moskitos auf.





Altai 




Flechten

Vogelinsel 

Will und Charlie, 18 Jahre alt





Edelweiss 


im Schnee auf 2500 m 


Steinkohle liegt herum

und wird abtransportiert 




an der Grenze